Aus Tradition lecker

Das Lindauer Kochbuch inspiriert die Küche der EIL.GUT.HALLE

Früher war alles besser? Nein, aber oft sehr gut. So auch das Lindauer Kochbuch von 1852, das eines der Herzstücke der Küchenphilosophie der EIL.GUT.HALLE ist. Es ist Inspiration und Basis für die zeitgemäß interpretierten Traditionsrezepte.

Schon der Titel ist ein kulinarisches Versprechen: „Lindauer Kochbuch für guten bürgerlichen und feineren Tisch“. 1852 erschien das Werk im Verlag der Lindauer Buchhandlung Johann Thomas Stettner, bis 1925 folgten 15 weitere Auflagen und in späteren Jahren noch zahlreiche Nachdrucke. Das Lindauer Kochbuch ist ein Bestseller seiner Zeit.

Die Autorin: „Christine Charlotte Riedl, Gastwirthin, früher Köchin in einigen der ersten Hotels und Bäder“, wie im Buch zu lesen ist. Geboren 1801 in Oßweil, gestorben 1873 in Lindau im Bodensee. Einen „Speisezettel für alle Jahreszeiten“ verspricht die gestandene Köchin. Und in langjähriger Erfahrung erprobte Rezepte für „Fleisch- und Fastenspeisen“.

Ob Saucen oder Suppen, nebst zuverlässigen Belehrungen über das Einmachen von Obst und Gemüse: Riedl lässt keine der Fragen, die eine treusorgende Hausfrau im 19. Jahrhundert hatte, offen. Selbst Senfrezepte finden sich in dem Kochbuch. Fünf dieser wohlschmeckenden Rezepturen finden sich in der Senf-Kollektion der EIL.GUT.HALLE.

Der Blick auf Löwe und Leuchtturm war Riedl vertraut. Denn mit ihrem zweiten Ehemann soll sie die Gastronomie im damals neu erbauten Lindauer Bahnhof geführt haben. Auch die 1856 gebaute EIL.GUT.HALLE stand zu dieser Zeit bereits. Ihr Können und ihren Geschäftssinn stellte sie zusammen mit ihrem ersten Ehemann im Gasthof „Zum Goldenen Lamm“ unter Beweis. Jenes beeindruckende Wirtshaus, das im sicher bekanntesten Roman über Lindau, „Der liebe Augustin“, Sinnbild und Schauplatz für die überbordende Lebensfreude der Hauptfigur ist.

Eine Lebensfreude, die in den Rezepten von Riedl auch heute noch, mehr als 160 Jahre später, deutlich zu schmecken ist.  Fangfrische in hellbrauner aufgeschäumter Butter gebratene Eglifilets mit frischer Petersilie und Zitrone verfeinert,  gekochtes Bürgermeisterstück mit Apfelkren, Cremespinat und Bratkartoffeln: Charlotte Riedls Handschrift ist unverkennbar.

Das Küchenteam der EIL.GUT.HALLE hat ihr noch zeitgemäßen Schwung verliehen. Genuss ist halt keine Frage des jeweiligen Jahrhunderts, sondern des Könnens.